Tests

Hundezubehör im Test: Spielzeug, Leinen und mehr (inkl. Tipps für die Hunde-Erstausstattung)

Gigantischer Markt an Hundezubehör

Wer kennt es nicht: Man möchte seinem haarigen vierbeinigen Freund mal wieder etwas Gutes tun und neues Hundezubehör gönnen. Zum Beispiel ein  Hundespielzeug, dass endlich die Kauattaken überlebt? Oder darf es vielleicht ein neues Halsband, endlich mal ein gut sitzendes Geschirr oder doch gleich ein neues Hundebett sein, weil das letzte zerpflückt oder umständlich zu reinigen ist?

Hundezubehör: Trixie Silver Reflect Halsband

Das Angebot an Produkten ist mittlerweile gigantisch, die Anbieter versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen. Vor allem Hundeneulinge sind da ziemlich schnell überfordert. Hinzu kommt, dass die Produkte nicht immer halten, was sie versprechen. Wie findet man also nun das beste Hundezubehör für sein Fellmonster?

 

Monty testet Hundespielzeug, Futter & Co.

Hier komme ich ins Spiel! An dieser Stelle teste ich nämlich für euch die unterschiedlichsten Hundeartikel und prüfe sie auf Herz und Nieren. Denn was auch ich will sind qualitativ hochwertige Produkte, die lange halten, robust sind und vor allem Alltagstauglichkeit beweisen. Praktisch müssen sie also sein!

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Ihr fragt euch, was mich für diesen tierisch guten Job als Hundezubehör-Tester qualifiziert?! Ganz einfach: als neugieriger und verspielter Terrier bin ich so ziemlich für alles zu begeistern. Es gibt nichts, was ich mir nicht ganz genau anschaue, beschnuppere, an- oder zerkaue. Ich gehe mit offenen Augen, gespitzten Ohren und schnüffelnder Nase durch den Alltag. Was mich „überlebt“, auslastet, erzieht und glücklich macht, ist für andere Hundefreunde sicherlich auch sinnvoll, oder? Deswegen möchte ich an dieser Stelle meine Erfahrungen mit euch teilen.

Zahlen und Fakten rund um den Hund

Denn Fakt ist, es gibt ganz schön viele von meiner Sorte. Wir Hunde sind schon seit 150.000 Jahren an der Seite von euch Menschen. Ganz schön lange, gell? Kein Wunder, dass wir nicht mehr wegzudenken sind. Mittlerweile leben in Deutschland sogar etwa 5 Millionen Hunde.

Nach der Katze, ist der Hund das zweit beliebteste Haustier. Wer glaubt, Deutschland sei das hundefreundlichste Land, der irrt sich und zwar gewaltig. Denn im direkten Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist die Hundedichte bei uns relativ gering: in nur 8,9% der Haushalte wird hierzulande ein Hund gehalten. Also quasi in jedem elften Haus. Frankreich hingegen führt die Liste an mit 38% der Haushalte. Danach folgen Belgien mit 37 %, Irland mit 36 % und Portugal 31 %.

Etwa 100.000 Arbeitsplätze sind übrigens mit der Hundehaltung verbunden. Und tatsächlich wird durch uns Hunde in Deutschland jährlich ein Umsatz von ca. 5 Milliarden Euro erwirtschaftet – das hat eine Studie der Universität Göttingen im Jahr 2006 ergeben. Wahnsinn oder?! Und wenn der Zweibeiner bereit ist für seinen besten Freund so viel Geld auszugeben, dann sollte man natürlich ganz genau hinschauen, was man sich an Hundezubehör so ins Haus holt.

Die wichtigsten Hundeartikel

Was von dem ganzen Angebot an Hundezubehör braucht man bzw. Hund nun wirklich in den eigenen vier Wänden oder wenn man gemeinsam unterwegs ist? Was ist ein Muss und und was eher unnötiger Schnickschnack? Sich bei der Masse an Tierbedarf zu entscheiden ist nicht immer einfach.

Deshalb habe ich hier eine kleine Liste an Themenbereichen für euch zusammen gestellt, die man als gute Hundeeltern nicht außer Acht lassen sollte – sowohl für Welpen – als auch für erwachsene Hunde. Dies ist natürlich nur eine grobe Orientierung. Die Details bzw. meine Tipps findet ihr dann unter den einzelnen Rubriken im Menüpunkt „Tests“.

Die Erstausstattung für den Vierbeiner

Vor allem als Neuling verliert man in Sachen Hundezubehör leicht mal den Überblick. Man will schließlich alles richtig machen und könnte vor Euphorie glatt den ganzen Tierhandel wie Fressnapf oder den Onlineshop von Zooplus leer kaufen. Denn dem neuen Mitbewohner soll es an nichts fehlen. Und vor allem soll er sich rasch einleben. Damit das klappt, gibt es einiges zu beachten…

Hundezubehör – von Halsbändern, über Leinen bis hin zu Hundebetten

Zunächst ist im Rahmen der Grundausstattung der Fress- und Trinknapf ein wichtiger Punkt auf der Einkaufsliste. Ich bevorzuge Näpfe, die entweder rutschfest sind (z.B. einen Gummiring oder Gumminoppen am Boden haben) oder ein gewisses Gewicht mit sich bringen, wie zum Beispiel Keramik- oder Porzellannäpfe. Dann läuft man nämlich als verfressener Vierbeiner nicht Gefahr, sein Futter durch die ganze Wohnung schubsen zu müssen.

Ein Hundekorb, Hundebett oder sogar eine Hundehöhle als Rückzugsort und zum Schlafen stehen ebenso ganz weit oben auf der Liste. Vor allem damit der Vierbeiner einen festen Platz in seinem neuen Zuhause bekommt. Der im Optimalfall nicht mittendrin ist, sondern in einer ruhigen Ecke, wo die Fellnase auch wirklich zur Ruhe kommen kann.

Hundezubehör: Trixie Kuschelbett Sammy

Der Korb sollte nicht zu klein sein, damit sich der Hund noch darin drehen und strecken kann. Aber auch nicht allzu groß ausfallen, denn die Zweibeiner sollten schließlich auch noch etwas Platz zu Hause haben. Dann ist es besser lieber noch ein zweites oder drittes Bett für den Hund kaufen. Er freut sich, wenn er mehrere Schlafmöglichkeiten hat, bevor ein so großer Ruheplatz gekauft wird, wo der Hund zehnmal hineinpasst. Bei Welpen darf das Bett natürlich ruhig noch etwas größer ausfallen, denn schließlich wachsen sie ja noch hinein.

Noch ein wichtiger Tipp: Man sollte grundsätzlich darauf achten, junge Hunde noch etwas wärmer zu halten damit sie nicht auskühlen. Daher können je nach Hundebett eine Decke oder ein paar Kuscheltiere am Schlafplatz nicht schaden. Dies gilt übrigens auch bei Hunden, die bereits ins Alter gekommen sind. Außerdem sollte das Körbchen gut zu reinigen oder unempfindlich sein, was einen Waschgang angeht. Denn nicht nur im Welpenalter, auch später kann mal unerwartet etwas daneben gehen oder wenn der Hund sich etwas Gegessenes noch einmal durch den Kopf hat gehen lassen.

Hundezubehör: Curli Brustgeschirr Air-Mesh Vest

Leine, Halsband und Geschirr gehören ebenso zum wichtigsten Hundezubehör. Eine normale Leine (z.B. maximal 2-Meter-Leine) als auch eine Schleppleine sind ein absolutes Muss. Nicht nur für den Welpen, auch später kann die Schleppleine große Hilfe bei der Hundeerziehung leisten. Sei es beim Rückruf, Apportieren, beim Antijagdtraining und und und.

In diesem Fall ist auch zwingend zu einem Geschirr zu raten. Angenommen man befestigt Schleppleine am Halsband und der Hund sprintet plötzlich los, kann das tödlich enden! Die Geschwindigkeit, die der Hund bei einer 5 – 10 Meter langen Schleppleine erreichen kann, verursacht genügend Zug im Genick, wenn er das Ende der Leine erreicht und zurückgerissen wird. Sicherheit geht also vor!

Dabei geht es auch, wenn der Hund verreisen soll. Vielleicht aber ist auch von vornherein klar, dass der Hund regelmäßig Auto fahren wird. Falls man sich dazu entscheiden sollte, den Vierbeiner auf der Rückbank anzuschnallen, dann ist eine Sicherung, die sich am Geschirr und am Anschnallgurt befestigen lässt ein Must-Have. Einige bevorzugen in diesem Fall auch direkt ein Sicherheitsgeschirr für das Auto.

Hundezubehör: Karlie Flamingo Tragetasche English Style

Eine andere und wahrscheinlich die sicherste Alternative ist die Reise in einem Alukäfig oder auch in einer Transportbox. Letztere kann man zum Beispiel auch mal gut bei einem Tierarztbesuch gebrauchen. Während eine Transportbox oder eine Tasche aus Stoff, die leichtere und unkomplizierte Methode darstellen, darf man hier nicht vergessen, dass diese noch extra im Auto gesichert bzw. befestigt werden muss.

Alukäfige hingehen sind oftmals auf die Kofferraumabmessungen des Wagens angepasst und haben ein höheres Eigengewicht, so dass ein Rutschen während der Fahrt fast unmöglich ist. Und im Härtefall – da muss man ganz ehrlich sein – sind wir Hunde darin besser geschützt. Was für den eigenen Gebrauch am praktischsten ist, muss natürlich jeder Hundefreund für sich selber entscheiden.

Hundebekleidung

Auch wenn das Thema Hundebekleidung eindeutig zu den Hundeaccessoires gehört, möchte ich dies separat aufführen, da unter vielen Hundehaltern Uneinigkeit herrscht, was dieses Thema angeht. Während die Gegner den Standpunkt vertreten, ihr Hund sei kein Modepüppchen, solle nicht vermenschlicht werden oder dürfe „noch Hund sein“, sind die Befürworter ganz klar anderer Meinung.

Bei diesem Streitthema gilt: jeder kann seinen Hund am besten einschätzen und weiß was für ihn gut ist. Nicht jeder Hund wird bei Regen oder Schnee einen wasserabweisenden Mantel oder wärmenden Pulli brauchen, aber einige hingehen schon.

Und zwar die, die vielleicht alt sind, Gelenkschmerzen oder andere Probleme haben, Hunde mit kaum bis wenig Unterfell, Hunde die sich wenig bewegen und somit schnell auskühlen oder ganz einfach Hunde, die als Frostbeulen auf die Welt gekommen sind. Jaaa, all das gibt es! Und dann ist es mit Sicherheit auch nicht verwerflich im Laden oder Onlineshop nach Hundebekleidung zu stöbern und seinem Vierbeiner im Winter etwas Warmes überzuwerfen.

Beschäftigen, auslasten und trainieren mit dem richtigen Hundespielzeug

Hundespielzeug gibt es im Fachhandel wie Sand am Meer. Dabei muss weder zu Beginn, noch im Laufe der Zeit wirklich alles angeschafft werden. Wichtig ist allerdings, darauf zu achten, dass das Hundezubehör selber, aber auch seine Einzelteile nicht so klein sind, so dass sie leicht verschluckt werden können. Wichtig auch: die Wahl des richtigen Materials.

Zum Beispiel lieber in ein Intelligenzspielzeug aus Holz statt aus Plastik investieren. Besonders hervorheben lassen sich Produkte aus Naturkautschuk (z.B. vom Hersteller „Kong“). Diese sind in der Regel ziemlich robust und daher eine gute Lösung bei Zahnwechsel oder sehr kaufreudigen Hunden mit starkem Gebiss.

Hundezubehör: Kong Puppy Goddie Bone

Lieber verzichten sollten Hundeeltern in den ersten Lebensmonaten ihres Vierbeiners auf Quietschspielzeug: denn hierbei lernt der Hund, dass das Quietschen des Spielzeug das größte Vergnügen bringt. Im Ernstfall kann es dann passieren, dass der Hund beim Spielen mit Artgenossen oder auch Menschen nicht rechtzeitig den Biss lockert, wenn der Spielpartner aufjault oder quietscht. Immerhin ist er gewohnt zuzubeißen, wer er diese Töne hört.

Was die große Bandbreite an Spielzeugen angeht, hilft nur: ausprobieren! Denn nicht jeder Hund spielt gerne Ball, zerrt am Seil, apportiert oder kann etwas mit Intelligenzspielzeugen anfangen. Einfach mal testen, aber niemals zum Glück zwingen! Nicht jeder Hund muss alles können oder gar lieben. Wenige – und dazu gehöre nun mal ich – können sich wirklich für alles begeistern.

Aber selbst ich habe als Welpe mit Bällen nichts anfangen können! Das wäre heute undenkbar. Heute liebe ich jedes Spielzeug. Hauptsache meine Lieblingsmenschen sind dabei. Und das ist wohl das Wichtigste: sucht euch Spielzeuge, die ihr gemeinsam nutzen könnt. Denn das macht nicht nur doppelt so viel Spaß, sondern stärkt auch noch die Hund-Mensch-Beziehung. Mein Tipp: Spielsachen immer mal wieder austauschen bzw. weglegen. So bleiben sie länger spannend!

Futter, Leckerlis und Kauartikel

Wenn es im Mensch-Hunde-Gespann doch mal zeitlich enger ist, dann empfehle ich Futterbälle und Co. – damit beschäftigen wir uns auch mal gerne allein. Und was tut man schließlich alles nicht für gute Leckerlis?!

Somit wären wir auch bei einem der heiß diskutierten Themen in der Hundewelt: dem Futter. Egal wofür man sich entscheidet, ob Trocken-, Nassfutter oder Barf (Biologisch artgerechte Rohfütterung), wichtig ist: je höher der Fleischanteil desto besser für uns Hunde. Denn das kann unser Stoffwechsel am besten verwerten. Ob man seinem Hund wirklich Getreide füttern muss, sei dahin gestellt. Wenn man dies allerdings möchte, dann sollte der Anteil so gering wie möglich sein. Also am besten Futter mit mehr als 60% Fleischanteil wählen.

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Dies gilt übrigens auch für Leckerlis. Denn die gibt es schließlich öfter als man meint. Vielen Hundehaltern ist nämlich gar nicht bewusst, wie viele Kalorien extra der Vierbeiner über den Tag verteilt an Leckerlis „untergejubelt“ kriegt. Jajaaa, ich weiß – wir können ja auch so lieb gucken! Daher ist es gut, wenn der Vierbeiner wenigstens nicht still und heimlich mit versteckten Kohlenhydraten (Zucker, Mais, Getreide etc.) dick gefüttert wird.

Nicht wegzudenken aus dem Hunde-Essens-Sortiment sind übrigens Kauartikel, z.B. in Form von Kauknochen, Rinderohren, Hirschgeweih, Pansensticks u.s.w. Die sind nicht nur eine prima Beschäftigung, sondern vor allem die natürliche Art unsere Zähne zu reinigen.

Pflege für den Vierbeiner

Die meisten von uns brauchen regelmäßige Fellpflege. Entweder um den natürlichen Fellwechsel zu unterstützen oder auch einfach nur, weil unser Haarkleid ansonsten dazu neigt zu verfilzen. Daher gehören Pflegeprodukte- und Artikel zum Must-Have an Hundezubehör. Forscher schätzen, dass es auf der Welt mittlerweile 800 verschiedene Hunderassen gibt. Ganz klar also, dass natürlich jeder Vierbeiner – je nach Rasse und Fellbeschaffenheit – unterschiedliche Werkzeuge für das Beautyprogramm braucht.

Die Wahl der richtigen Hundebürste sollte sich also nach der Länge und Dichte des Fells richten. Natürlich sollte der Umgang mit Bürste, Trimmer und Co. von klein auf geübt werden. Denn nur so ist dieses Ritual für uns, aber auch für euch Zweibeiner eine entspannte Nummer.

Trixie Aloe Vera Hundeshampoo

Wichtig allerdings für alle: ein ph-neutrales Shampoo, das der Hundehaut nicht schaden. Und beim Thema Baden gilt die Regel: so oft wie nötig und so selten wie möglich! Zusätzlich gehören noch eine Zeckenzange oder –karte und einfaches Verbandsmaterial in die Grundausstattung, damit sie im Ernstfall immer direkt zur Hand sind.

Lesestoff rund um den Hund

Der letzte wichtige Punkt, auf den ich auch im Menüpunkt „Tipps“ eingehe, sind Bücher. Denn nicht nur Anfänger in der Hundehaltung, sondern auch erfahrene Hundehalter, können von gutem Lesestoff sehr profitieren. Für jedes Thema, jede kleinste Nische, findet man heutzutage spannende Literatur. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren nicht nur die Forschung sich weiterentwickelt und somit neue Erkenntnisse über die Hundeerziehung und Hundehaltung ans Tageslicht gebracht hat, sondern auch die Trainingsansätze dadurch deutlich verbessert wurden.

Um also mögliche Schwierigkeiten mit dem Hund zu vermeiden, bestehende Probleme zu lösen, Fehlverhalten richtig umzuleiten oder um einfach nur seinen „besten Freund“ besser zu verstehen, sollten ein paar gute Hundebücher zur Ausstattung eines Hundehalters zählen.